08. Jun 2026, KI und Gestaltung
Ich schreibe meine Blogartikel gemeinsam mit KI – und teile dies hier. Was das konkret bedeutet, welche Methode dahintersteckt und warum die eigene Stimme dabei nicht verloren gehen muss.
Ein Hinweis auf einer Lehrplattform zum Thema KI-Kennzeichnung hat mich einmal mehr daran erinnert, was ich schon länger vorhatte: offen zu teilen, dass ich meine Blogartikel gemeinsam mit KI schreibe.
Ich nutze seit einer Weile ein Format, das ich als Interviewmethode bezeichnen würde. Ich gebe Claude ein Thema – und die KI stellt mir Fragen dazu. Manchmal genau die, die ich mir selbst nicht gestellt hätte. Ich beantworte sie mit meinen Worten, aus meiner Erfahrung. Aus diesem Gespräch entsteht ein Text. Was dabei von mir kommt: die Themen, die Haltung, die Beispiele aus der Praxis, die Entscheidung was bleibt und was nicht. Was die KI beisteuert: Struktur, Klarheit, manchmal eine Formulierung, die besser sitzt als mein erster Versuch. Das Ergebnis liegt näher an dem, was ich ausdrücken möchte, als wenn ich einfach drauflosschreibe — und es geht für mich schneller.
Als ich noch einen Prompt geschrieben und die KI einfach darüberlaufen lassen habe, war ich schnell verführt von wohlklingenden Formulierungen, die sich gut lasen, aber nicht wirklich von mir waren. Die Interviewmethode hat das verändert: Weil ich auf Fragen antworte, kommen die Gedanken zuerst. Die Formulierung folgt danach. Inzwischen habe ich das mit einigen Bekannten geteilt, und die Reaktion war meistens dieselbe: „Das wäre auch für mich interessant." Deshalb schreibe ich heute darüber.
Wenn du überlegst, wie du KI in deiner Kommunikation einsetzen könntest – und dir unsicher bist, ob das noch authentisch wirkt – dann ist meine Erfahrung: Es kommt darauf an, wer steuert. KI kann Sprache formen. Aber sie weiß nicht, welche Werte dein Unternehmen trägt, welche Geschichten deine Kunden bewegt haben, warum du tust was du tust. Das bist du. Und genau das ist es, was einen Text lesenswert macht. Die Interviewmethode gibt mir einen Rahmen, in dem meine Geschichte so entsteht, dass sie auch ankommt – ohne dass ich meine eigene Stimme dafür aufgeben muss.
Ich möchte weder verschweigen, dass KI mir hilft, noch Texte produzieren, die keine eigene Stimme mehr haben. Beides zusammen ist mein Anspruch. Wenn dich interessiert, wie das in der Praxis aussieht: Schreib mir gerne. Ich teile die Methode gern konkreter.